„Die Macht der Hormone“ – Dr. Dinic als Experte in Münchner Merkur und tz

„Die wahren Chefs unseres Lebens sind die Hormone“, erklärt der Internist, Kardiologe, ärztliche Osteopath und Experte für Stressmedizin, Dr. Milan Dinic, in Münchner Merkur und tz. Einmal ins Ungleichgewicht geraten, können sie Ursache vieler Beschwerden sein und das Leben eines Menschen komplett auf den Kopf und manchmal sogar in Frage stellen. Den häufig diffusen Symptomen einer Hormonschwankung auf die Schliche zu kommen und diese wieder ins Gleichgewicht zu bringen, fällt in das Fach der noch jungen Stressmedizin, die Dr. Dinic praktiziert. Über Hormonstörungen bei Frauen und Männern, Symptome, Diagnostik und Therapie haben wir nützliche Informationen für Sie zusammengestellt. Zudem geben wir Tipps, was Sie selbst tun können.

➔ Münchner Merkur* vom 06.12.2021 (PDF / knappe Seite)
➔ tz vom 06.12.2021* (PDF der Titelseite, PDF der Seite 16)
➔ Klicktipp: Stressmedizin

*Hinweis: Um keine Urheberrechte zu verletzen, haben wir Fotos, die nicht von uns stammen, unkenntlich gemacht.

Hormonstörungen bei Frauen

Im Laufe ihres Lebens haben fast alle Frauen mit teilweise starken Schwankungen ihres Hormonhaushalts zu tun – je nach Alter auf unterschiedliche Art. „Ich hatte schon viele Patientinnen in meiner Praxis, welche über Monate an massiven Schlafstörungen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Migräne gelitten hatten bis jeweils ein simpler Bluttest ergab, dass ihr Hormonstatus ins Ungleichgewicht geraten war. Wichtig ist daher, bei anhaltenden Beschwerden beim Arzt nach der Ursache suchen zu lassen“, rät Dr. Milan Dinic. Pubertät, Schwangerschaft und Wechseljahre – dies sind die drei großen hormonell gesteuerten Veränderungen im weiblichen Körper. Doch auch zwischen oder nach diesen Phasen können Unregelmäßigkeiten im Hormonhaushalt auftreten.

Symptome einer Hormonstörung
Bereits kleine Unstimmigkeiten im Hormonsystem können große Folgen bewirken, etwa:

  • Leistungsverlust, Müdigkeit, Erschöpfung
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Schlafstörungen
  • Zyklusstörungen
  • Stimmungsschwankungen, Angstzustände, depressive Verstimmungen
  • Unerklärliche Gewichtszunahme oder -abnahme
  • Haarausfall
  • Libidoverlust
  • Allergien
  • Hitzewallungen
  • Hautunreinheiten
Hormonstörungen bei Männern

Mit zunehmendem Alter sinkt der Testosteronspiegel beim Mann, ohne dass dies an sich krankhaft wäre. Ein krankhafter Mangel kann jedoch durch chronischen Stress, Alkoholkonsum oder Übergewicht entstehen. Auch genetische Ursachen können zu einem Mangel oder geringerer Wirksamkeit männlicher Hormone führen. Schließlich können Störungen anderer endokriner Organe einen Testosteronmangel verursachen, am häufigsten sollte man dabei an eine Überproduktion des Prolaktins aus der Hypophyse denken. Übrigens gibt es auch ein Zuviel an Testosteron beim Mann, meist im Rahmen von Doping beim Kraft- und Leistungssport. Komplikationen sind dabei unter anderem Veränderungen des Blutes, Haut- und Haarveränderungen sowie Unfruchtbarkeit.

Symptome einer Hormonstörung beim Mann

  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Gewichtszunahme
  • Verlust von Muskelmasse
  • Erektionsstörungen, Impotenz
  • Osteoporose und Stoffwechselveränderungen (bei einer lange bestehenden, ausgeprägten Hormonstörung)
Diagnose und Therapie

Bei Symptomen wie Zyklusstörungen, Schlafstörungen, plötzliche Gewichtszunahme, anhaltenden Kopfschmerzen oder Migräne sollten Sie durch eine Blutuntersuchung Ihren Hormonstatus erheben lassen.

Bestätigt sich eine Hormonstörung, kann diese durch Lebensstiländerungen sowie eine individuell passende Zufuhr bioidentischer Hormone bzw. Hormonvorstufen ausgeglichen werden. Damit entfallen bereits Risiken wie Thrombosen oder Karzinome, die bei der chemischen Hormonbehandlung auftreten können. Auch Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen spielen bei der Therapie eine große Rolle. Nach drei Monaten bestimmt Dr. Dinic den Hormonstatus erneut.

Fünf Tipps von Dr. Dinic für mehr Selbstfürsorge und zur Vorbeugung von Hormonstörungen

Das können Sie selbst tun, um Hormonstörungen vorzubeugen oder die Behandlung zu unterstützen

1) Reduzieren Sie Stress
Nehmen Sie sich mindestens einmal am Tag 30 Minuten nur für sich. Ob ein Spaziergang, ein heißes Bad, ein gutes Buch, ein Telefonat mit einer Freundin, Yoga, Pilates, Atemtherapie, autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation: „Alles, was wir als entspannend empfinden, hilft uns, Stress abzubauen und die Hormone wieder ins Gleichgewicht zu bringen“, so Dr. Dinic.
Wichtig zu wissen ist: Läuft der Körper ständig auf Hochtouren und bleiben Entspannungspausen aus, führt dies zu einer Überproduktion von Cortisol, welches das Geschlechtshormon Östrogen blockiert. Progesteron als Hormon-Gegenspieler, welcher neben Fettverbrennung und Entwässerung für Entspannung, Gelassenheit und klares Denken sorgt und Ängsten sowie Depressionen vorbeugt, geht verloren. Die Folgen: Zyklusstörungen und sexuelle Unlust bis hin zum unerfüllten Kinderwunsch, da Stress auch den Eisprung beeinträchtigen kann. Zusätzlich wirkt sich Dauerstress negativ auf den Stoffwechsel aus – Heißhungerattacken fördern die Einlagerung von ungesundem Bauchfett. Außerdem schwächt Dauerstress das Immunsystem.

2) Achten Sie auf ausreichend Bewegung im Alltag sowie Sport
Ideal wären 30 Minuten körperliche Aktivität pro Tag – dazu zählt auch ein Spaziergang in der Mittagspause (Klicktipp: PDF „Spazierengehen“). Sport gleicht auch Stimmungsschwankungen aus, welche oft durch ein Übermaß an weiblichen Geschlechtshormonen ausgelöst werden.

3) Fördern Sie Ihren Schlaf
„Versuchen Sie, ausreichend und qualitativ hochwertig zu schlafen, um Ihre Melatoninproduktion zu regulieren“, rät Dr. Dinic. Das heißt: abends keine schweren Mahlzeiten zu sich nehmen, nicht zu spät ins Bett gehen, kein Smartphone oder Fernseher zum Einschlafen. Wer Schlafstörungen hat, sollte unbedingt auf Wachmacher wie Koffein, Alkohol und Nikotin verzichten.
Wichtig zu wissen ist: Sieben Stunden Schlaf pro Nacht sind ideal für die Gesundheit – so das Ergebnis wissenschaftlicher Studien. Im Schlaf läuft unser Immunsystem zu Hochtouren auf: Unser Körper verstärkt die Ausschüttung natürlicher „Killerstoffe“. Die Abwehrkräfte werden so verbessert und Infektionen besser bekämpft. „Wer regelmäßig zu wenig schläft oder unter andauernden Ein- und Durchschlafstörungen leidet, hat ein höheres Risiko eines geschwächten Immunsystems. Andauernder Schlafmangel kann zudem Bluthochdruck begünstigen und Magen-Darm-Probleme verstärken“, informiert Dr. Dinic.

4) Ernährung
Auch für Ihr hormonelles Gleichgewicht gilt: Ernähren Sie sich ausgewogen, mit vielen wertvollen Vitaminen, Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen. Kaufen Sie Lebensmittel möglichst aus biologischer Landwirtschaft – sie enthalten weniger Giftstoffe. Meiden Sie Fertigprodukte – die Zusatz- und Konservierungsstoffe schaden Ihnen. Nehmen Sie dagegen mehr tryptophanreiche Lebensmittel zu sich – Speisen, welche die körpereigene Produktion von Melatonin und Serotonin ankurbeln. Quark, Nüsse, Linsen, Avocados, Gurken und Kakao sind einige Beispiele dafür.

5) Alltag
Verzichten Sie auf alles verzichten, was aus Polycarbonat besteht – zum Beispiel Trinkflaschen oder Plastikboxen. Der stark riechende Kunststoff enthält schädliche Stoffe, die Ihr Hormonsystem durcheinanderbringen können. Reduzieren Sie den Konsum von Alkohol und Nikotin: Diese Stoffe produzieren Stresshormone und begünstigen Stimmungsschwankungen. Alkoholverzicht repariert den Körper sogar noch an anderen Stellen.

Gerne sind wir für Sie da! Terminvereinbarung via Tel.: 089 / 299 375 oder online per Doctolib.

Herzliche Grüße

Ihr Team der Praxis Dr. Dinic nahe des Münchner Marienplatzes

Zurück